Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Wildhüter St. Hubertus e.V.

Weiterbildung zum zertifierten Naturschutzwart WSH in Burg in Dithmarschen
am 17. März 2017 und vom 07. bis 09. April 2017

Weiterbildungsveranstaltung 1 und 2/2017
Von Ernst-Otto Pieper

Mit Pflanzungen von Forstgehölzen unterschiedlicher Arten und deren Schutz sowie der richtigen Pflege von Obstbäumen begann am 17. März der 152-Stunden-Weg zum zertifizierten Naturschutzwart WSH. Gleich am ersten Ausbildungstag musste kräftig mit zugepackt werden, um die 25 ein bis zwei Meter hohen Forstgehölze an ihrem vorgesehenen Platz im Burger Naturerlebnisraum einzupflanzen. Zur Vermeidung von Wildschäden wurden dann noch entsprechende Drahthosen angebracht. Im Anschluss daran ging es noch in eine der vier Streuobstwiesen im NER um dort den richtigen Obstbaumschnitt zu lernen. Der Nachmittag verging wie im Fluge.
Der nächste Schritt folgte drei Wochen später in St. Andreasberg. Anreisetag war der 7. April und kaum das die Zimmer bezogen waren, begann noch am Nachmittag die Ausbildung im Seminarraum des Berghotel St. Andreasberg. Vier Pflanzen- und Tierarten und ihre Lebensräume standen auf dem Ausbildungsplan. Am Abend war genügend Zeit für Gespräche in gemütlicher Runde.
Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der praktischen Ausbildung zum Ameisenheger. Bei optimalem „Ameisenumsiedlungswetter“, es war recht kühl, wurden drei Ameisenvölker in echter Handarbeit umgesiedelt. Großgerät war wegen der baumnahen Lage der Nester nicht einsetzbar. So mussten eben fleißige Hände Spaten und Bagger ersetzen.
Am Nachmittag ging es bei immer noch kühlen Temperaturen aber regenfrei auf die hotelnahe Bergwiese, wo die Seminarteilnehmer sich mit dem Lebensräumen Boden, Wiese und Feuchtwiese beschäftigten. Anschließend wurde das Zuschneiden von Stecklingen bzw. Steckhölzern sowie deren Einbringung geübt.
Es folgten zwei Unterrichte über Symbiosen und heimische Fledermäuse. Bei der abendlichen Exkursion konnten trotz hochwertiger Fledermaus-Detektoren leider keine Aktivitäten von Fledermäusen festgestellt werden – es war für die Tiere offensichtlich zu kalt. Für einige gemütlich Stunden im Hotel war noch reichlich Zeit.
Am Sonntag hielt der Verfasser noch einen Vortrag über Libellen und den Lebensraum Ruderalflächen und Brachen.
Nach Ausgabe der Teilnahmebescheinigungen traten die Seminarteilnehmer die Heimreise an.
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Seminarteilnehmern und Akteuren von der Ameisenschutzwarte Niedersachsen für die besonders kameradschaftliche Zusammenarbeit und freue mich auf unser nächstes Seminar vom 5. bis 7. Mai im Biosphärenreservat Rhön.

Zu zweit schafft man am besten.
Erich und Christina bringen eine Traubeneiche in die Erde

Bei den Bodenproben gab es einiges zu entdecken