Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Wildhüter St. Hubertus e.V.

Weiterbildung in Erbenhausen (Rhön)
vom 22. bis 24. April 2016

Die zweite Etappe auf dem Weg zum Revierhegemeister (WSH)

Von Ernst-Otto Pieper

Gut gelaunt und bei Kaiserwetter trafen die Organisatoren bereits am Donnerstag, den 14. April, im Eisenacher Haus in der Thüringer Rhön ein – es folgte ein gemütlicher Abend. Waldemar Becker hatte mal wieder alles bestens vorbereitet, so dass am folgenden Tag, alle Teilnehmer waren bis zum Mittag eingetroffen, verzugslos mit der Ausbildung begonnen werden konnte.

Bei diesem Seminar drehte sich alles um Naturschutz, Brauchtum und zwei Schalenwildarten.

Am Nachmittag führte der Verfasser die Seminarteilnehmer zum NSG Schafstein (Rhön) und erläuterte die Entstehung und Bedeutung des dort besonders gut zu studierenden Basaltblock-Gletschers. Ganz nebenbei wurde typische Flora angesprochen (wussten Sie zum Beispiel, da Rudolf Jacob Camerarius 1694 in Tübingen am Wald-Bingelkraut erstmals die Sexualität der Pflanzen entdeckte?). Die nun folgende Führung führte uns nach Poppenhausen-Sieblos unterhalb der Wasserkuppe. Hier erklärte der Verfasser die Geologie der Rhön und speziell den „Braunkohlen-Bergbau“ in der Grube Sieblos. Zufällig wurde dabei auch noch die Rhön-Quellschnecke entdeckt (Quellschnecken sind der erste Zwischenwirt für den Nasensaugwurm Troglotrema acutum, der besonders am Iltis parasitiert [wir berichteten in der Ausgabe 2/2013]). Zum Hotel zurück, gab es erst einmal ein ausgiebiges Abendessen. Prof. Dr. Rudolf Stübner hielt anschließend einen Vortrag über Jagdsignale. „Jagdpachtvertrag – Rechte und Pflichten“ stand ebenfalls auf dem Dienstplan. Es blieb noch reichlich Zeit für „Fachgespräche“.

Der Samstag begann mit einem Vortrag vom Verfasser über Rehwild, wobei er besonders auf die Probleme in Verbindung mit der Fütterung einging. Es folgte ein Vortrag über das Naturschutzrecht. Prof. Dr. Rudolf Stübner rundete den Vormittag mit einem Vortrag über Jägersprache und Strecke legen ab. Nach dem Mittagessen folgte eine Führung zum und durch das Roten Moor.

Nach Rückkehr zum Hotel referierte der Verfasser über „Blanke Waffen“, wobei er speziell auf die Problematik „Messer – was ist erlaubt – was ist nicht erlaubt“ einging.

Das Abendessen war mehr als üppig und dauerte entsprechend lang. Der Abend klang in gemütlicher Runde aus.

Der Sonntag begann mit Regen, was uns aber nichts ausmachte, da am Vormittag nur noch Vorträge eingeplant waren. Der Verfasser hielt einen Vortrag über Unfallverhütungsvorschriften bei Gesellschaftsjagden und einen weiteren über Damwild. Prof. Dr. Stübner schloss die Vortragsreihe mit einem weiteren Vortrag über Brauchtum.

Nach dem Mittagessen und der folgenden Abschlussbesprechung wurden die Teilnahmebescheinigungen ausgegeben und die Heimreise angetreten.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Akteuren und die besonders kameradschaftliche Zusammenarbeit und freue mich auf ein Wiedersehen am 26. Mai in Neustadt/Dosse.

 

Foto: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Basaltblockhalde am Schafstein