Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Wildhüter St. Hubertus e.V.

Weiterbildung zum Revierhegemeister WSH in Schermbeck
vom 16. bis 18. September 2016

Weiterbildungsveranstaltung 4/2016 in Schermbeck
Von Ernst-Otto Pieper

Zum dritten Mal Ausbildung in der Üfter Mark

Wir hatten uns wieder mal ein umfangreiches Programm vorgenommen und Dank bester Organisation vor allem durch Jürgen und Walter Baltes sowie Waldemar Becker und Helmut Muth klappte alles hervorragend.
Die beiden letzten Male ging es hauptsächlich um die Ausbildung zum zertifizierten Wildhüter WSH, in diesem Jahr lag der Schwerpunkt bei der Ausbildung zum Revierhegemeister WSH – das vierte Seminar in diesem Jahr.
Am Freitag ging es direkt nach dem Einchecken im „Hotel zur Linde“ in Schermbeck ging es zum Revierleiter Christoph Beemelmans in der Üfter Mark. Ausbildungsthema: Vorführung des Schießens mit Schrot auf unterschiedliche Entfernungen und deren Auswirkungen auf eventuelles Wild. Selbst „alte Hasen“ waren über die Ergebnisse sehr überrascht. Auch das Entfernungsschätzen von Zielen zwischen 10 und 50 Meter war für die meisten schwerer als gedacht. Spät, aber noch ausreichend, wurde gemeinsam zu Abend gegessen und anschließend geklönt.
Am Samstagmorgen, nach dem Frühstück, trafen wir uns im Vortragsraum des Hotels. Geweihbewertung beim Rotwild stand auf dem Dienstplan. Jürgen und Walter Baltes hatten hierfür Geweihe mitgebracht, die schon einmal professionell bewertet wurden – natürlich ohne das Ergebnis vorher bekannt zu geben. So könnten wir aber gut prüfen, ob wir wenigstens annähernd richtiglagen. Im Anschluss hielt Ministerialrat a.D. Heimo van Elsbergen einen Vortrag mit dem Thema: Entwicklung des Jagdrechts „Von der Kurkölnischen Jagd-, Büsch- und Fischereiordnung zum Ökologischen Jagdgesetz“. Ein toller Vortrag!
Am Nachmittag drehte sich alles um Jagdhunde. Hierzu hatten sich noch einige Gäste eingefunden. Jürgen Slomka, Hundeobmann des Hegerings Marl, hatte als Thema: Jagdgebrauchshunde ausbilden, Frühförderung für Welpen. Es war eine Freude zuzuhören. Anschließend machte Dr. Marco Stahl, Tierarzt aus Essen, praktische Ausbildung zum Thema „Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Hundekrankheiten und Sofortmaßnahmen nach Unfällen durchführen. Beide Referenten schafften es, die Zuhörer bzw. Zuschauer in ihren Bann zu ziehen – eine tolle Ausbildung.
Es folgte die Ernennung der neuen zertifizierten Wildhüter WSH, Revierhegemeister WSH und Stadtjäger WSH. Leider war die Witterung uns nicht besonders wohlgesonnen, so, dass wir die Ernennung im Vortragsraum vornehmen mussten.
Jungjägerin Andrea Dahlhaus organisierte die anschließende Exkursion zum „Brunftgeschehen Üfter Mark am Rhader Weg“. Dort waren speziell die erstmalig teilnehmenden Besucher erstaunt und begeistert über die einfachen und effektiven Möglichkeiten, Natur und Wildtiere zu erleben.
Es wurde wieder spät, aber dennoch gab es noch genügend Zeit für ein gemütliches Beisammensein.
Am Sonntagvormittag waren Jürgen und Walter Baltes wieder gefordert – Thema: Wildschäden erkennen und ermitteln, Schadensregulierung einleiten, Maßnahmen zur Wildschadensverhütung durchführen. RVR-Forstwirtschaftsmeister Stefan Kalisch führte uns beim praktischen Teil im Revier eine moderne Maschine zur Beseitigung von Wildschäden auf Grasland vor.
Mit der anschließenden Abschlussbesprechung und Ausgabe der Teilnahmebescheinigungen fand das schöne und lehrreiche Wochenende ein Ende.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren und Referenten und natürlich auch an die Teilnehmer dieser sehr guten Weiterbildung.
Ich freue mich auf die Weiterbildung im November, die wieder in der Üfter Mark

 

Beseitigung von Wildschäden mit moderner Technik

Die Seminarteilnehmer
Es fehlt, wie immer, der Fotograf