Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Weiterbildung zum Revierhegemeister WSH / Wildhüter WSH in Schermbeck
vom 11. bis 13. November 2016

Wildhüter St. Hubertus e.V.

Weiterbildungsveranstaltung 5/2016 in Schermbeck
Von Walter und Jürgen Baltes

Am Freitag ging es wie gewohnt, direkt nach dem Einchecken im Hotel „Zur Linde“, mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ernst-Otto Pieper los. Das vor uns liegende Wochenende sollte wieder kurzweilig, informell und höchst interessant werden.

Für das Anschussseminar aus dem Bereich Waffen, Munition, Optik, Schießen konnte der Nachsuchenführer Christoph Beemelmans, von der Schweißhundestation Schermbeck, einen höchst interessanten Einblick in den Tierschutz übermitteln und sehr wertvolle Tipps geben. Danach ging es ohne Pause mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit weiter. Thema: „Führungen und Veranstaltungen zielgruppengerecht vorbereiten und durchführen“ mit dem Referenten Christoph Beemelmans.

Es folgte, nach einer sehr kurzen Kaffeepause, der Bereich Hege, Themen waren: „Geschützte Biotope, Einheimische Tiere und Pflanzen erkennen“ und „Maßnahmen der Landschaftspflege, insbesondere Anlage und Pflege von Waldrändern, Hecken, Freiflächen und Feuchtbiotopen durchführen“. Der Referent Gerd Tersluisen, vom Hegering Gladbeck, besaß, wie auch alle anderen Referenten an diesem Wochenende, die Gabe, die Zeit als nicht wahrnehmbar dastehen zu lassen.
Sehr spät am Abend wurde im Hotel zu Abend gegessen und anschließend war gemütliches Beisammensein.

Am Samstagmorgen, nach dem Frühstück, ging es direkt weiter. Die Bereiche Jagd- und Reviermanagement und Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen mit den Themen „Schwarzwild“ und „Schwarzwildjäger“ wurden von Walter Baltes mit viel Neuem gespickt und mit einem regen Austausch von Erfahrungen referiert. Vor der Mittagspause kamen für den Naturschutzwart die Themen „Flechten und Moose“ und „Pilze“, welche von Ernst-Otto Pieper in gewohnter fachlich hervorragender Manier vorgetragen wurden.

Nach dem Mittagessen referierte Clemens Strahl, Forstverwaltung Strahl und Jagdschule Vogtland, zum Bereich Jagd- und Reviermanagement zum Thema „Lockjagd“. Hier gab es reichlich Anschauungsmaterial und wertvolle praktische Tipps. Der Bereich Wildkrankheiten und Wildverwertung, mit den Themen „Verwertung des Wildes (fachgerechtes versorgen, verwerten und entsorgen“ sowie typische Hundeprobleme wie Magendreher und verschluckte Gegenstände, wurde von Dr. Marco Stahl, Tierarztpraxis Essen, referiert. Eine regelrecht verlängerte Sprechstunde wurde von Dr. Marco Stahl in unterhaltsamer lockerer und informativer Art und Weise dargeboten.

Früher als am ersten Abend wurde wieder im Hotel zu Abend gegessen und anschließend war noch lange gemütliches Beisammensein mit Diskussion der Informationen vom Tag und Vortag.

Am Sonntagmorgen ging es los mit dem Bereich  Jagdhilfstiere, „Halten und einsetzen von Frettchen“. Der Referent Stefan Lacher, von der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen, informierte umfassend und mit vielen eigenen Erfahrungen und unterhaltsamen Anekdoten. Anschauungsmaterial und auch seine lebenden „Räuber“ gaben einen tiefen Ein- und Überblick.

Danach kam der Bereich Jagd- und Reviermanagement, „Jagd auf Wasserwild“. Hier konnte der Referent Dr. Johan Mooij, Geschäftsführung Biologische Station im Kreis Wesel e.V., einen extrem interessanten Ein- und Überblick in die Faszination „Wasserwild“ vermitteln. Nicht zuletzt der vorsichtige Umgang insgesamt mit den Wildvögeln wurde ruhig und sachlich, aber sehr deutlich angesprochen.

Werner Gahlen, Imker und Kräuterpädagoge aus Bottrop-Kirchhellen, hatte für den Sonntagmorgen die Themen „Bienen“ und „Wildkräuter“ vorbereitet. Viel zu kurz waren die Ausführungen über die Möglichkeiten der kulinarischen Vielfalt aus der Natur und der für seine Themen „brennende“ und „bindende“ Referent wurde , wie die anderen auch, irgendwann von der Zeit gestoppt.

Ernst-Otto Pieper hatte noch ca. zwei Dutzend Präparate von Gänsen und Enten aus Burg in Dithmarschen mitgebracht. Die Teilnehmer hatten die Chance, die einzelnen Exemplare zu bestimmen. Es gab vielfältige Informationen zu den Gänsen und Enten und leider war der Nachmittag und damit das Ende dieser Veranstaltung viel zu schnell da.

Mit der anschließenden lebhaften (freudigen) Abschlussbesprechung und Ausgabe der Teilnahmeurkunden fand das schöne und lehrreiche Wochenende ein Ende.

Ach so, Ernennungen gab es auch noch. So wurde Eva-Maria Leonhardt zur Wildhüterin (WSH), Clemens Strahl und Kai Georgi zum Revierhegemeister (WSH) ernannt. Das „Wettstrahlen“ der Drei konnte aber niemand für sich entscheiden.

 

Nachsuchenführer Christoph Beemelmans von der Schweißhundestation Schermbeck

Clemens Strahl in Aktion

Stefan Lacher von der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen

Dr. Johan Mooij, Geschäftsführung Biologische Station im Kreis Wesel e.V.

Werner Gahlen, Imker und Kräuterpädagoge aus Bottrop-Kirchhellen

Dr. Marco Stahl (Mitte), Tierarztpraxis Essen

Die Seminar-Teilnehmer (leider nicht vollzählig)

Nach der Ernennung
v.l. Vorsitzender Ernst-Otto Pieper, Revierhegemeister WSH Kai Georgi, Wildhüterin Eva-Maria Leonhardt, Revierhegemeister WSH Clemens Strahl, Leiter der Geschäftsstelle Waldemar Becker

Max Beemelmans und Erich Groß bei der Bestimmung von Gänsen und Enten