Revierhegemeister WSH
Zertifizierter Jagdwirt WSH

Zertifizierter Wildhüter WSH (Wild- und Naturpädagoge)
als Botschafter des Wildes und der Natur

Ausbildungsordnung

1. Sinn

    a. In der Notwendigkeit, einen fachlich qualifizierten und an den Bedürfnissen der heutigen Jagdausübung orientierten Ausbildungsstand für Jäger  zu
        erreichen, werden von dem Verein „Wildhüter St. Hubertus e.V.“ folgende Zusatzqualifikationen angeboten:

    b. Der Revierhegemeister WSH ist aufgrund seiner umfassenden theoretischen wie praktischen Ausbildung für den Dienst im Jagdrevier gut geeignet.
        Nach Teilnahme an einem „Aufbauseminar“ ist die Ernennung zum zertifizierten Jagdwirt WSH möglich.

    c. Der zertifizierte Wildhüter WSH (Wild- und Naturpädagoge) ist für eine fachgerechte Bewirtschaftung und Verwaltung eines Jagdreviers besonders
        geeignet. Darüber hinaus kann er Liebe zur Natur, Achtung vor der Schöpfung und Freude an der Mitwelt wecken, aber auch die Grenzen und
        daraus abzuleitende Notwendigkeiten menschlicher Eingriffe im Wechselwirkungsgefüge aufzeigen.
        Anhand praktischer Erfahrung kann er Wissen über Wild, Natur und ökologische Zusammenhänge vermitteln. Er ist „Botschafter des Wildes und der
        Natur“.

    d. Die Ausbildung zum Revierhegemeister WSH, zertifizierten Jagdwirt WSH und zum zertifizierten Wildhüter WSH ist keine Ausbildung nach dem
       
Berufsbildungsgesetz.

    e. Revierhegemeister WSH, zertifizierter Jagdwirt WSH und zertifizierter Wildhüter WSH sind Ehrentitel für Jäger / Jagdaufseher / Falkner, die sich einer
        weiterführenden Ausbildung unterzogen haben.

2. Zugangsvoraussetzungen

    a. Revierhegemeister WSH:

    b. Zertifizierter Jagdwirt WSH:

    c. Zertifizierter Wildhüter WSH:

3. Verfahren

    a. Die profilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind durch Seminare, Kurse, Lehrgänge o.Ä. zu vermitteln.

    b. Zugelassene Ausbildungseinrichtungen sind:
        Jagdaufseherverbände, Landesjagdverbände, Naturschutzverbände sowie Bildungseinrichtungen des Bundes, der Länder, Kreise und Kommunen.

    c. Bewerber(innen) mit beruflicher Vorbildung (Förster, Berufsjäger, Rechtsanwälte, Tierärzte, Biologen, Falkner usw.) bekommen ihre entsprechenden
        Kenntnisse dann anerkannt, wenn sie als Ausbilder für den Verein Wildhüter St. Hubertus e.V.  tätig werden (min. 8 UStd Weiterbildung pro Jahr).

4. Unterrichtseinheiten

   a. Tierarten die dem Jagdrecht unterliegen
   b. Jagd- und Reviermanagement
   c. Wildkrankheiten und Wildverwertung
   d. Hege
   e. Jagdreviergestaltung
   f. Jagdhilfstiere
   g. Öffentlichkeitsarbeit
   h. Land- und Waldbau
   i. Naturschutz
   j. Rechtsgrundlagen
   k. Waffen, Munition, Optik, Schießen
   l.  Brauchtum

5. Inhalte der Unterrichtseinheiten

6. Sonstige Ausbildungen / Tätigkeiten

7. Wiederholungen / Ergänzende Ausbildungen

8. Organisatorisches

    a. Für den Abschluss der Ausbildung gibt es keine Zeitvorgaben, jedoch sind durch den Bewerber, außer in begründeten Ausnahmefällen, jährlich
         mindestens 8 UStd Weiterbildung im Sinne dieser Ausbildungsordnung abzuleisten.
    b. Die Ausbildung zum zertifizierten Jagdwirt WSH schließt mit einer mehrseitigen Ausarbeitung (Maschinenschrift; DIN-A 4) eines beliebigen Themas
        aus dem Themenangebot der Ausbildungsordnung ab. Die Ausarbeitung (mit Quellenangabe) ist einer Prüfgruppe vorzulegen und wird von dieser
        bewertet. Eine mündliche Kontrolle durch die Prüfgruppe ist zulässig. Über die Zusammensetzung der Prüfgruppe entscheidet der Vorstand des
        Vereins Wildhüter St. Hubertus e.V.
        Für Referenten / Ausbilder entfällt die Ausarbeitung.
    c. Die Teilnahme an einer Ausbildung ist schriftlich nachzuweisen (Teilnahmebescheinigung).
    d. Kleinste Ausbildungseinheit ist eine Unterrichtsstunde (UStd) = 45 min.
    e. Referenten / Ausbilder bekommen ihre geleisteten Ausbildungsstunden entsprechend angerechnet.
     f. Für das Quittieren der Ausbildung im Ausbildungspass ist der Vorstand des Wildhüter St. Hubertus e.V. zuständig. Quittiert werden darf nur nach
        Vorlage einer schriftlichen „Teilnahmebescheinigung“
    g.  Mit der Ausbildung zum Revierhegemeister WSH, zertifizierten Jagdwirt WSH, als auch zum zertifizierten Wildhüter WSH kann ab bestandener
         Jägerprüfung begonnen werden
     h. Anrechnung von Ausbildung ab Januar 2000.
     i.  Die Bedingungen für den jeweiligen Abschluss dürfen ergänzt, jedoch nicht gekürzt werden.
      j. Der zum zertifizierten Wildhüter WSH ernannte verpflichtet sich, außer in begründeten Ausnahmefällen, nach
         Ernennung jährlich mindestens 8 UStd Weiterbildung im Sinne dieser Ausbildungsordnung abzuleisten.

9. Ernennung

     a. Für die oben genannten Ernennungen ist der Vorstand des Wildhüter St. Hubertus e.V. zuständig.
         Ernennungen haben in würdigem Rahmen zu erfolgen.
     b. Ernennungen erfolgen in Form einer Ernennungsurkunde durch den/die Vorsitzende(n) des Wildhüter St. Hubertus e.V. oder einer von ihr/ihm
         beauftragten Person.
     c. Ernennungen zum Revierhegemeister WSH, zum zertifizierten Jagdwirt WSH und zum zertifizierten Wildhüter WSH können entsprechend der
         Bekleidungsordnung und Metall-Plakette sichtbar gemacht werden.

10. Anmeldung

      a. Interessierte Jäger / Jagdaufseher / Falkner/ Revierhegemeister WSH wenden sich bitte an die Geschäftsstelle des Wildhüter St. Hubertus e.V..
          Ihnen wird dann ein entsprechender Ausbildungspass zugesandt.

11. Kosten

      a. Die Teilnahmegebühren entnehmen Sie bitte den Ausbildungsangeboten der jeweiligen Anbieter.
      b. Für den Ausbildungspass ist eine Schutzgebühr zu entrichten.

12. Inkrafttreten

      Diese Ausbildungsordnung wird ab 12. Oktober 2013 wirksam.

 

zertifizierter Wildhüter; Grafik: Ernst-Otto Pieper, Burg i.D.
Wildhüter St. Hubertus; Grafik Ernst-Otto Pieper, Burg i.D.