Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Wildhüter St. Hubertus e.V.

Auswilderung von Auerwild durch den
Verein zur Erhaltung des Auerwildes im Sauer-, Sieger- und Wittgensteinerland
24. September 2005

Protokoll

Jahreshauptversammlung 24.09.05 in Winterberg-Elkeringhausen

Von Wildmeister Dieter Bertram

Um 1400 Uhr fuhren Mitglieder und Gäste, wir trafen auf die Mitglieder der Gesellschaft zur Erhaltung der Raufußhühner, zu der Auerhuhnvoliere zur Auswilderung.

Nach Begrüßung der Mitglieder und Gäste, ein besonderer Willkommensgruß galt Frau Monika Brunert-Jetter, MdL, Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, wurden Arbeit, Aufgaben und Ziele der Auerhuhnfreunde erläutert. Zwanzig Personen konnten die ersten Schritte der Auerhühner in die freie Wildbahn beobachten, die in Ruhe mit dem Abäsen von Blättern und Fichtenzweigen beschäftigt waren.

Um 1600 Uhr eröffnete der Vorsitzende, Thomas Niehage, die Hauptversammlung.
Im zweiten und dritten Tagesordnungspunkt wurde von dem Vorsitzenden der Vertreter der Firma Hitt entschuldigt, zugleich mitgeteilt, dass die HIT Umwelt- und Naturschutzstiftung GmbH dem VEA für sein Projekt l0.000 EURO gestiftet hatte. Hierfür wird der Stiftung die „Goldene Auerhuhnnadel" mit Urkunde verliehen.

Zu dem Jahresbericht des Vorstandes gehörten Ausführungen des Geschäftsführers.
Dieter Bertram teilte mit, dass er seit einigen Jahren von der Regierung in Unterfranken, Bayerische Verwaltungsstelle im Biosphärenreservat Rhön zur Birkhuhnzählung eingeladen wird.
Um den Kontakt zu vertiefen führte der Geschäftsführer am 19.04.05 ein Gespräch mit den entsprechenden Dienststellen in Oberelsbach mit dem Beschluss eines zukünftigen, gegenseitigen Erfahrungsaustausches, der von dem Leiter der Wildland GmbH, Herrn Imm, als Träger des Birkhuhnprojektes bestätigt wurde.
Auf einer Veranstaltung des "Forum Lebendige Jagdkultur" vom 22. bis 24.04.05 in Weimar wurde ein Vortrag gehalten „Jagdkultur als Verantwortungsinstanz für kulturverdrängte Wildarten, Irrwege und Auswege naturschützerischer Aktionen am Beispiel der Raufußhühner“.
Der Geschäftsführer wurde auf der Veranstaltung des Forum in den Vorstand gewählt.
Das Forum Lebendige Jagdkultur fördert kreative geistige Tätigkeit als Beitrag zur lebendigen Jagdkultur, Belletristik, Lyrik, Jagdgeschichte, Philosophie, Ethik, Jagd-, Wildtier- und Landschaftsmalerei.

Auf der Suche nach Gesinnungsgenossen für das Auerwild hat Dieter Bertram am 22.05.05 die Einladung der Europäischen Jagdaufseherkonferenz, EJAK, wahrgenommen, in Bad Driburg mit einem Vortrag, dass zur Hege des Auerwildes der qualifizierte Jagdschutz gehört.
Der Vortrag wurde über die Jagdaufsehernachrichten NRW an Mitgliederverbände verteilt in Österreich, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Großbritannien, in Deutschland nach Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Es wurden mehrere Gespräche mit dem Präsidenten der EJAK, Herrn Kleis, geführt. Kleis hat im Januar 2005 ein Positionspapier vor dem Europaparlament in Straßburg verlesen zum Jagdschutz, zur Fangjagd und zur Erhaltung der Raufußhühner.
Am 07.05.05 Teilnahme an einer Podiumsdiskussion aus Anlass einer Hauptversammlung des Jagdaufseherverbandes NRW in Sendenhorst. „Von Hermann Löns zur Nachtsichttechnik, Jagd mit Licht und Schattenseiten."
Schwarzwildbestände haben nicht nur Wildschäden in's Unermessliche steigen lassen, in nahezu allen Mittelgebirgsrevieren mit Auerhuhnvorkommen sind sie zu einer ernsten Bedrohung für alle Bodenbrüter, Junghasen und Kitze geworden. Darüber hinaus werden Jagdaufseher mit Nachtsichttechnik von einzelnen Revierinhabern und Jagdgästen konfrontiert, die in vollem Umfang den Straftatbestand erfüllen.
Das ehemalige auch zweckmäßige Hilfsmittel Kirrung ist zum jagdlichen Inhalt geworden und hat Schwarzwild auch in ungeeignete Lebensräume gelockt.
Weil alle Aufrufe von Jagdverbänden und Wissenschaftlern zur Mäßigung wirkungslos verpufften, haben in zahlreichen Bundesländern die Ministerien restriktive Kirrungsverordnungen erlassen, ein Makel für Jagd und Jäger, weil Ministerien für andere Aufgaben bestimmt sind, als Mais- und Kirrungslöcher zu zählen.
Es bleibt zu hoffen, dass durch diese Beschränkungen die Schwarzwildbestände nicht weiter ansteigen, mehr noch, dass Sauen sich in angestammte Lebensräume zurück ziehen, weil schnee- und nadelholzreiche Mittelgebirgsreviere sehr wohl zum Auerwild- nicht aber zum Schwarzwildlebensraum gehören.
Das Auerwild rückt zunehmend in den Interessenbereich anspruchsvoller Jäger. So wurde der Unterzeichner von dem „Jagdschutzförderverein, Niedersachsen" nach Lonau am Nationalpark Harz zu einer Auerwildtagung eingeladen.
Mit dem Verband "Wildhüter St. Hubertus" war D. Bertram am 04.06.05 in Nentershausen/Hessen verabredet um über die Möglichkeit von Mitteilungen des VEA und der Gesellschaft zur Erhaltung der Raufußhühner im Mitteilungsblatt des "Wildhüter St. Hubertus" zu verhandeln.
Wir beschränken uns zunächst, und darüber gab es einen Beschluss, in einer Ausgabe präsent zu sein, beginnend mit der Ausgabe Dezember 2005.

Die Planung 2006 sieht die uneingeschränkte Werbung für das Auerwild vor, eine Intensivierung der Fangjagd im Raum Elkeringhausen mit gekauften Betonrohrfallen, angedachter Umbau der Voliere für Auswilderung, eventuelles Brüten und Aussetzen von Jungtieren mit Henne.

Die Versammlung wurde um 1800 Uhr geschlossen.

Der erste Vorsitzende, Thomas Niehage, eröffnet die Versammlung

An der Auswilderungsvoliere

Die ersten Schritte in die Freiheit