Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Wildhüter St. Hubertus e.V.

Weiterbildung 10/2014 in Schermbeck

Wildhüter-Ausbildung in der Üfter Mark
Zukünftige Wildhüter in Schermbeck zu Gast

Von Jürgen und Walter Baltes

Seminar vom 10.10. – 12.10.2014

Am Freitag ging es direkt nach dem Einchecken im Hotel „Zur Linde“, auf der Mittelstraße in Schermbeck, gleich zum Forsthaus des RVR Ruhr Grün Revier „Üfter Mark“. Hier begrüßte der Revierleiter und Referent Christoph Beemelmans die Teilnehmer des Seminars.
Besondere Worte im Zusammenhang mit Rotwild richtete auch noch Wildmeister Bertram vom Verein „Gera“ (Gesellschaft zur Erhaltung der Raufußhühner und des Auerwildes im Sauer-, Sieger- und Wittgensteinerland e.V.) an die Anwesenden. Die angesprochene Thematik, die insbesondere zum Nachdenken anregte, fand allgemeine Zustimmung.
Der Vortrag Rotwild (Rotwild - ansprechen, Bejagung), insbesondere Vorkommen in Deutschland, Kahlwild ansprechen nach Proportionen, wie z. B. Rumpf oder Haupt, Haarwechsel, Hirsche ansprechen in der Feist- und Brunftzeit, Körpermerkmale, Losungen, Fährten, aber auch Bejagungsbeispiele und Regeln, war hoch interessant.
Danach stand noch ein Reviergang an und jeder hatte Anblick vom König der Wälder. Spät, aber noch ausreichend, wurde gemeinsam im empfehlenswerten Hotel „Zur Linde“ zu Abend gegessen und anschließend geklönt.
Am Samstagmorgen, nach dem Frühstück, ging es wieder zum Forsthaus, wo Herr Beemelmans einen Vortrag zur Grünbrücke A 31 mit der Leitart Rotwild, aber auch allgemein zu den ebenfalls profitierenden Tierarten, hielt. Infos zum Bau, Kosten, Nutzen, Nutzung der Grünbrücke, Jagdruhe bzw. Ruhezone waren ebenso Bestandteile. Anschließend ging es mit einem Reviergang zur Grünbrücke weiter, wo dann auch Biotoppflege / Wildacker / Besucherlenkung nochmal vor Ort angesprochen wurde.
Nach dem Mittagessen referierte Ernst-Otto Pieper im Seminarraum des Hotels zu dem Thema Wildverwertung / Hygiene / Zerwirken hier insbesondere Hygienebestimmungen, Tipps und Tricks der praktischen Zerwirkung verschiedener Wildarten, Vermarktungshinweise und rechtliche Bestimmungen.
Nachmittags ging es weiter mit Waffenkunde. Umfangreiches Anschauungsmaterial von Kurz- und Langwaffen, Vorstellung der Waffen, Munition, Kaliber, Handhabung, Einsatzgebiete Optiken, Gefahrenbereiche, Abprall- und Splitterverhalten von Geschossen, Hintergrundgefährdung, spezielle Technik für die Grundstellung, zielpunktorientierter Voranschlag, Bewegungsjagd-Abzugtechnik, Vorhaltetechnik und weiteres brachten die Referenten Heinz-Dieter Hofmann und Ernst-Otto Pieper in gewohnter fachlich hervorragender Manier.
Etwas später als am ersten Abend wurde wieder im Hotel zu Abend gegessen und anschließend war gemütliches Beisammensein und Austausch des Erlebten angesagt.
Am Sonntagmorgen wurde in beeindruckender Weise der Seminarteil „Schuss auf Wasserfläche“ durchgeführt. Verschiedene Schüsse auf die Wasserfläche, d. h. mit Blei-, Zink- und Stahlschrotmunition, das Abprallverhalten, die Anzahl, Höhe, Breite bzw. Streuung der einzelnen Körner auf gespannten Papierleinwänden nachgewiesen. Abgeschlossen wurde der praktische Teil mit der Demonstration zum Abbrandverhalten von Nitro- und Schwarzpulver.
Referenten waren hier Heinz-Dieter Hoffmann und Ernst-Otto Pieper
Danach begann der abschließende Teil Recht (Rechte und Pflichten des Jagdausübungsberechtigten, Jagdpersonal und Jagdgäste, Gefährdungssituationen rechtlich bewerten, Jagd in befriedeten Bezirken, Verwaltung einschl. Jagdpachtvertrag).
Der Referent, Forstdirektor Gerd Klesen, hatte Interessantes und insgesamt Kurzweiliges, unter anderem mit der Vorstellung Wildmanagement, Regiejagd, Verpachtungen, Einzelabschüsse, Begehungsscheine, Gesellschaftsjagden, Einzugsgebiet der Erholungssuchenden, Körperschaften, Zusammensetzung der beteiligten Kommunen und Kreise, Vertragsinhalte und Verwaltung, rechtliche Bewertungen, Gefährdungssituationen, dargebracht.
Mit der anschließenden Abschlussbesprechung und Ausgabe der Teilnahmeurkunde fand das schöne und lehrreiche Wochenende ein Ende
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Revierleiter Christoph Beemelmans referierte über das Thema „Ansprechen und Bejagung von Rotwild“

Foto: Ernst-Otto Pieper, Burg in Dithmarschen
Foto: Ernst-Otto Pieper, Burg in Dithmarschen

Höchste Aufmerksamkeit bei den Seminarteilnehmern als es um das Thema “Grünbrücke” ging

Foto: Ernst-Otto Pieper, Burg in Dithmarschen
Foto: Ernst-Otto Pieper, Burg in Dithmarschen

Sowohl bei Blei-, Stahl- als auch bei Zinkschrotmunition waren zur Überraschung aller die Papierleinwände von den Abprallern flächendeckend durchlöchert