Wildhüter St. Hubertus e.V.

Wildacker 01

Lfd. Nr.

Fragen

Antworten

1

Der Boden zeigt im Horizontalprofil sogenannte Horizonte oder auch Schichten. Was ist unter A-, B- und C-Horizont zu verstehen?

A = „Oberboden“: oberster, mineralischer mit organischer Substanz vermischter Horizont, der teilweise bearbeitet wird.
B = „Unterboden“: verbrannter Horizont unter A-Horizont, in dem teilweise Eisen- und Aluminiumverbindungen angereichert sind.
C = „Untergrund“: Ausgangsgestein, aus dem der Boden entstanden ist.

2

Welche Eigenschaften hat Sandboden?

Charakteristisch für Sandboden sind: wenig Wasser- und nährstoffhaltefähig, gute Durchlüftung, geringe Bindigkeit, schlechte chemische und gute physikalische Eigenschaften, leicht erwärmbar, leicht zu bearbeiten mit starkem Humusabbau und starker Auswaschung.

3

Welche Eigenschaften hat Tonboden?

Er ist kalt, schwer zu bearbeiten, wasserundurchlässig und hat einen hohen Nährstoffgehalt.

4

Welche Eigenschaften hat Lehmboden?

Er ist trocken, langsam erwärmbar, neutral bis leicht sauer, hält Wasser gut, in der Regel ist er tiefgründig und nährstoffreich. Lößlehm-Böden sind Spitzenböden.

5

Was ist unter einer „Fingerprobe“ zu verstehen, und welche Bodenarten kann man auf diese Weise grob bestimmen?

Durch Zerreiben der Erde zwischen den Fingern lassen sich die Bodenarten in drei Arten einteilen: Sand = nicht bindig, nicht ausrollbar, nicht formbar. Schluff = nicht bindig, viel Feinsubstanz, schlecht formbar. Ton = stark bindig, viel Feinsubstanz, plastisch, gut formbar.

6

Die meisten Pflanzen benötigen zum Wachstum neben Kohlendioxid, Wasser, Licht und Wärme eine Reihe von Nährstoffen, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen. Diese Nährstoffe werden von der Pflanze über Blatt uns Wurzel aufgenommen. Nennen Sie die 6 Kern- oder Makronährstoffe und ihre chemische Zeichen!

N = Stickstoff;
P2O5 = Phosphat;
Ca = Kalk;
K2O = Kalium;
Mg = Magnesium;
S = Schwefel.

7

Spurenelemente (=Mikronährstoffe) fördern die Gesundheit, das Wachstum und den Fruchtansatz der Pflanzen. Nennen Sie 9 Spurenelemente!

Fe = Eisen; Zn = Zink; Cu = Kupfer; B = Bor; Mn = Mangan; Si = Silizium; Mo = Molybdän; Cl = Chlor; Co = Kobalt.

8

Nennen Sie 6 Wirtschaftsdüngemittel!

Stallmist, Jauche, Gülle, Kompost, Gründünger und Stroh.

9

Der Zwischenfruchtanbau sichert in Revieren, wo keine Flächen zur Wildackerbewirtschaftung vorhanden sind, Äsung und Deckung für viele Wildarten und ist durch die Jagdpächter zu fördern. Nennen Sie 4 Arten des Zwischenfruchtanbaues!

Man kann den Zwischenfruchtanbau auf folgende Weise vornehmen: durch Anbau von überwinternden Früchten zur Nutzung im Frühjahr, als Untersaaten, als Zweitfrüchte nach überwinternden Futterpflanzen und als Stoppelsaaten nach dem Abernten der Hauptfrucht.

10

Beim Wildackerbau ist häufig von der Fruchtfolge die Rede. Was ist darunter zu verstehen , und nennen Sie Gründe, warum auf eine Fruchtfolge zu achten ist!

Unter Fruchtfolge ist die Abfolge im Anbau verschiedener landwirtschaftlicher Kulturpflanzen auf einem Feldschlag zu verstehen. Nur die Fruchtfolge garantiert unter anderem sichere Erträge und gesunde Pflanzen. Bei zu häufigem Anbau von Klee und Rüben zum Beispiel sind Krankheiten wie Kleekrebs und Nematoden unvermeidbar. Weizen und Gerste leiden unter Fußkrankheiten. Bei den angesprochenen Pflanzen sind Anbaupausen von 3 bis 6 Jahren notwendig.

11

Welche Pflanzen eignen sich zur Gründüngung?

Raps, Rübsen, Senf, Lupine, verschiedene Kleearten.

12

Was versteht man unter dem Begriff “Selbstverträglichkeit” einer Pflanze?

Die entsprechende Pflanze kann mehrere Jahre hintereinander auf dem gleichen Acker angebaut werden, ohne das Fruchtfolgeschäden auftreten z.B. Mais.

13

Wie pflanzt sich Topinambur fort?

Über Samen und über Knollenvermehrung.

14

Was ist Drillsaat?

Aussaat mit exaktem Reihenabstand.

15

Was ist Kopfdüngung?

Ein- oder mehrmalige, gezielte Zusatzgabe mit Mineraldünger während der Aufwuchszeit.

© Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen 

Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen

Jagdliche Grundbildung

Land- und Waldbau